Der neue Mitschüler

2007 kam ein Schüler mit den Namen Arthur in die 8. Klasse eines Realgymnasiums. Auffallend an ihm war, dass er so gut wie nie sprach. Wenn er einmal gesprochen hat, dann nur wenn er aufgerufen wurde. Er saß in den Pausen immer alleine und schrieb etwas in ein Notizheft, dass er die restlichen Schuljahre immer parat hatte. Die Schüler fingen an, sich über ihn lustig zu machen. Doch er ignorierte alles, und schrieb einfach in sein Heft rein. Teilweise waren die Hänseleien sehr heftig.

Manchmal versuchten einige Mitschüler den Inhalt des Heftes anzusehen, doch es hatte dem Anschein nach ein Schloss. Arthur schrieb immer nur Einsen und hatte jedes Jahr einen Notendurchschnitt von 1,0. Viele Mitschüler wurden eifersüchtig. Nie sah jemand, wohin er ging, wenn er nach Hause gehen wollte. Er zog immer das gleiche an und man erfuhr nie etwas über ihn, woher er kommt und/oder was er privat macht. Er war sehr verschlossen und schüchtern. Was noch auffiel, war, dass er immer wenn er einen Raum verließ, und einer nachher nachsah, er sofort weg war, als hätte er sich weg tele portiert.

2012 hatte er sein Abitur mit einem Durchschnitt von 1,0 abgeschlossen. Keiner seiner alten Klassenkameraden starb eines natürlichen Todes. ©

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